Politik allein wird gesellschaftlichen Wandel, Verteilungs- und Teilhabegerechtigkeit nicht gestalten. Daher braucht es politische Verantwortung als eine zentrale Aufgabe kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Handelns.

Eine Kernkompetenz, die die Evangelische Akademie dazu einbringt, ist es, kontroverse gesellschaftliche und politische Transformationsprozesse zu analysieren, mit ExpertInnen aufzubereiten und Diskurse darüber einzuleiten.

Als „Scharnier“ zwischen Kirche und Gesellschaft arbeitet sie am Austausch und an der Vermittlung zwischen kirchlich und nicht-kirchlich engagierten Personen und Initiativgruppen. Diese Zusammenarbeit dient der Herstellung und Förderung ökumenischer, interreligiöser und zivilgesellschaftlicher Netzwerke.

Internationales Projekt Frauen und Reformation

Die Evangelische Akademie Wien hat im Vorfeld des 500 jährigen Reformationsjubiläums (2017) ein internationales Forschungs- und Vernetzungsprojekt initiiert, das sich dem Thema „Frauen und Reformation“ widmet. Der Planungsgruppe gehören Institutionen und Personen aus fünf Nachbarländern an.

Die dritte internationale Tagung, die vom 17.-18. Juni 2016 statt fand, nahm die Zukunft kirchlicher Entwicklungen in den Blick.

Hilfsaktionen der Schwedischen Israelmission im Nationalsozialismus

Die 1983 im Verbum Bokförlag AB Stockholm unter dem Titel „Undan förintelsen – Svensk hjälpverksamhet i Wien under hitlertiden“ erschienen und nur auf Schwedisch zugänglichen autobiografischen Aufzeichnungen des schwedischen Pfarrers Göte Hedenquist legen Zeugnis von der großen Leistung ab,  die Missionare und Diakonissen aus Schweden sowie viele andere Mitarbeitende erbrachten, um rassisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen.